Wer soll KI ins Unternehmen bringen?
Wir haben 5.399 Stellenanzeigen daraufhin ausgewertet, wie Unternehmen Rollen mit KI-Bezug zuschneiden und woran sie erkennen wollen, wer so eine Rolle ausfüllen kann.
Analysiert wurden Stellenanzeigen aus Marketing, Vertrieb, HR, Finanzen und Controlling, Einkauf und Supply Chain sowie Projekt- und Prozessmanagement.
In drei von hundert Anzeigen soll jemand KI zu anderen ins Unternehmen tragen.
KI wird häufig erwähnt. Meistens geht es dabei nicht um die Arbeit der Person, die eingestellt werden soll. Und noch seltener darum, sie im Haus zu verbreiten.
Im Marketing kommt KI am häufigsten vor.
Anteil der Anzeigen je Funktion, in denen KI überhaupt auftaucht.
Wie oft KI vorkommt, sagt wenig darüber, wie tief sie sitzt. Im Marketing steht KI besonders oft nur als Werkzeug daneben. Im Projekt- und Prozessmanagement steckt sie dafür besonders oft im Kern der Rolle.
Bei den meisten Rollen bleibt alles so, wie es vorher war.
Wir haben jede der 481 Anzeigen einer von fünf Stufen zugeordnet, geordnet danach, was die Erwähnung das Unternehmen kostet.
Ein Drittel soll KI zu Kollegen bringen, die ihm nicht unterstellt sind.
Das ist die größte Gruppe im Datensatz. Sie ist auch die einzige, in der jemand die Arbeit anderer Leute verändern soll und nicht nur die eigene.
Im Marketing wird KI am häufigsten erwähnt und am seltensten weitergegeben. Im Projekt- und Prozessmanagement ist es umgekehrt.
Anteil an den kodierten Anzeigen mit KI-Erwähnung der jeweiligen Funktion. Die Balken zeigen den Wert im Verhältnis zum höchsten. Jeder Name führt zur eigenen Auswertung dieser Funktion.
So klingt es, wenn KI die Rolle verändert.
Drei Sätze aus den Anzeigen der beiden oberen Stufen. Wörtlich zitiert, ohne Firmennamen.
„Du identifizierst Use-Cases für Künstliche Intelligenz (AI) und Machine Learning im HR-Bereich (z. B. Predictive Analytics für Fluktuation).“
„Du implementierst eine neue, KI-basierte Lösung und entwickelst einen integrierten Prozess für Absatz- und Bedarfsplanung.“
„Beratung der Fachbereiche bei der KI-gestützten Optimierung von Arbeitsabläufen und Geschäftsprozessen.“
44 Prozent verlangen Erfahrung. Ein Prozent verlangt einen Nachweis.
Wir haben für jede der 481 Anzeigen festgehalten, woran das Unternehmen festmacht, dass jemand den KI-Teil kann.
Diese Anforderungen stammen aus Rollen, die es schon gab.
Bis hierhin standen nur Zahlen. Was jetzt kommt, ist meine Meinung dazu.
Das sind die Kriterien, mit denen man eine bestehende Stelle nachbesetzt. Nicht die, mit denen man eine neue schneidet.
Schicken Sie mir Ihre Ausschreibung.
Sie bekommen von mir eine Einordnung zurück. Kostenlos, innerhalb weniger Tage.
moritz@talentigo.de
Ein Link oder ein Anhang genügt.
- Wo Ihre Rolle steht. In welche der fünf Stufen sie fällt und wie sie im Vergleich zu den anderen Anzeigen aussieht.
- Was sich nicht prüfen lässt. Welche Ihrer Anforderungen im Gespräch niemand belegen kann, und woran das liegt.
- Drei Fragen für das Gespräch. Fragen, die ein Bewerber im Gespräch beantworten können muss.

Seit drei Jahren AI Lead bei HR factory. Ich verantworte dort, wie KI eingesetzt wird, von der ersten Bestandsaufnahme über die Gespräche mit den Mitarbeitern bis zum Bau eigener Werkzeuge und der Strategie dahinter. Daneben Mitgründer von Talentigo.
Zum Weiterleiten im Haus: diese Auswertung als PDF